Immer und immer wieder nehme ich mir vor, regelmässig Beiträge zu schreiben und hochzuladen. Zu Themen rund um die Musik, wie auch zu politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Und, wie es sich an der Frequenz meiner Beiträge einfach erkennen lässt, scheitere ich daran spektakulär.
Es gibt einige Gründe, weshalb ich an diesem Blog weiterhin festhalten möchte. Zu allererst ist da vermutlich ein Mitteilungsbedürfnis mit der Erwartung, dass mir auch nur irgendwer irgendwie zuhört. Exakt aus diesem Grund verfasse ich ja auch diesen Beitrag hier, denn er bringt mir persönlich per se keinen grossen Nutzen.
Ein nicht kleiner Aspekt ist dennoch, dass mir das Schreiben dabei hilft, die eigenen Gedanken zu ordnen, zur Ruhe zu finden oder Meinungen zu gewissen Themen zu bilden. Ich führe tatsächlich auch ein Notizbuch, in welches ich in unregelmässigen Abständen, etwa so wie auf diesem Blog, schreibe. Trotz der Unregelmässigkeit bezeichne ich es als Tagebuch. Was mir bei diesem Tagebuch jedoch fehlt, ist natürlich ein Feedback. Wenn ich denn eine Meinung gefestigt habe, die nicht allzu private Angelegenheiten betrifft, so bin ich häufig dankbar für Kritik, denn nur so können sich Meinungen stärken und verbessern.
Zu nennen ist ausserdem, dass ich in den Kommentarspalten dieses Blogs einen Safespace für alle Menschen, die Formen von Unterdrückung und systemischer Gewalt erfahren, herstellen möchte. Wenn denn endlich etwas mehr politische Inhalte hier landen, soll diese Seite ein Raum sein, in welchem über linke Themen diskutiert werden kann, ohne von menschenfeindlichen Bullshit-Kommentaren überhäuft zu werden, wie es in den sozialen Medien ständig passiert.
Wichtigkeit der linken Präsenz
Links zu sein bedeutet, für Menschenrechte zu kämpfen. Eben diese Menschenrechte werden durch unterdrückerische Systeme bekämpft, welche sich unter Anderem mit «Kapitalismus», «Patriarchat», «Imperialismus» etc. betiteln lassen. Im Zentrum der zahlreichen Probleme steht das Machtkonstrukt des Kapitalismus. Wer besitzt, hat Macht und will diese festigen. Das lässt sich nur dadurch erreichen, wenn die arbeitende Klasse gegeneinander aufgehetzt wird, sodass die Kapitalist*innen erscheinen, als ob sie die Gesellschaft zusammenhielten und ohne sie alles zusammenbräche.
Es ist essenziell, dass linke Bewegungen Aufklärung betreiben müssen. Menschenrechte können nur erkämpft und durchgesetzt werden, wenn mit Tatsachen gearbeitet wird und gewisse Formen der Moral tief in der Gesellschaft verankert werden. Mithilfe der Aufklärung muss der Allgemeinheit das Werkzeug in die Hände gegeben werden, um die vielschichtigen Probleme zu erkennen, sich damit auseinander zu setzen und sie anzugehen, um letztlich den herrschenden Machtsystemen den Rücken zu kehren. Nur mit Aufklärung lässt sich eine Revolution ermöglichen.
In diesem Zusammenhang sehe ich es als meine Pflicht, auch in diesem Blog Beiträge zu verfassen, um linke Perspektiven aufzuzeigen und greifbar zu machen. Diese Perspektiven lassen sich sehr gerne und gut auch mit der Musik verbinden, insofern es die Kreativität zulässt. Das Ganze hängt natürlich auch mit meiner psychischen Gesundheit, der Belastung und der Menge an Terminen in der Agenda zusammen.
Persönliche Ressourcen
Mit einer Vollzeitstelle, dem Mitspielen in einer Band sowie dem Mitwirken in einer Partei fällt viel Zeit weg, in der ich mich mit diesem Blog auseinandersetzen könnte. Und das ist okay. Letztendlich gibt es ja wohl kaum Menschen, die ihn lesen würden, und meine Gesundheit geniesst, wohl verständlicherweise, eine höhere Priorität, als es dieser Blog tut.
Trotz Allem möchte ich mich dem etwas mehr widmen, schliesslich bezahle ich ja auch einen gewissen, jährlichen, Betrag, um diese Domäne behalten zu können.
Wie dem auch sei, sieh auf zur roten Sonne, Proletarier*in, auf zur Revolution!

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