Weil ich im Blog sowieso die eigenen Lieder erkläre, ist mir die Frage aufgekommen, weshalb ich denn noch nichts zu den Videos gesagt habe, die in meinem Namen auf YouTube hochgeladen wurde. Auf eine Antwort bin ich nicht gestossen, weswegen ich nun damit anfange.
Vieles ist natürlich in Vergessenheit geraten, und weil ich da noch sehr jung war, sind die einen oder anderen Geschehnisse an mir vorbei gegangen, ohne dass ich sie verstanden hätte.
Lied
«Oh mein Grosi» ist als Geburtstagsgeschenk für meine Grossmutter entstanden. Zum 60. Geburtstag veranstaltete sie ein grösseres Fest bei sich zu Hause, und dort wollten wir ihr mit einem Lied eine Freude bereiten.
Den Instrumentalteil hat mein Vater selber geschrieben und eingespielt, den Text haben dann meine Eltern beide zusammen, wie es bei meinen Eltern damals häufig war, geschrieben. Was vom Vater als Idee vorgegeben wurde, arbeitete meine Mutter dann in der deutschen Sprache aus.
Der Text ist äusserst simpel und birgt meines Wissens nach keine grösseren Geheimnisse, er soll einfach eine Lobeshymne an mein «Grosi» sein.
Erwähnenswert ist vielleicht höchstens, dass «Grosi» schweizerdeutsch ist und «Grossmutter» bedeutet, doch das ist wohl selbsterklärend.
Oh Mein Grosi
Du hast braune Augen, und braunes Haar
Wenn ich dich brauche, bist du für mich da
Auf dich kann man zählen, auf dich ist Verlass
Du willst immer helfen, so bist du
Oh mein Grosi
Du bist lieb
Oh mein Grosi
Ich hab dich gern
Video
Weil das ganze Projekt ein Geschenk sein soll, wurden alle Arbeiten auf Video festgehalten und Hintergründe erweitert. So gab es eine DVD, die meiner Grossmutter geschenkt wurde, in der ein Making Of und ein Interview mit dem «Piraten», den ich im Video ja spiele, hochgeladen.
Einige Insider aus der Familie sind natürlich ins Video eingearbeitet, so war ich beispielsweise in diesem Alter ein riesiger Piraten-Fan. Auch der Clip, in dem ich Grimassen mime, hinter der Hand verschwinden lassen und dann ein anderer Ausdruck zum Vorschein kommt, hat den Hintergrund, dass mein Cousin mir das beigebracht hat.
Das Iglu, aus dem meine Grossmutter am Anfang des Videos steigt, war das einzige, das wir in meiner Lebenszeit bauen konnten. Ende 2008 oder anfangs 2009 schneite es einen ganzen Tag lang unheimlich viel, sodass man am Abend förmlich bis weit über die Knie einsank. (Zum relativieren: bei Erwachsenen Leuten wohl etwas unter die Knie.)
Produktion
Ich kann mich noch dran erinnern, dass das Aufnehmen und Verarbeiten der Musik damals über das ziemlich neue «Yamaha AW16G» lief. Das ist eine digitale Audio-Workstation, die nicht über ein Programm im Rechner läuft, sondern eine eigene Einheit darstellt. Die Aufgenommenen Dateien konnten dann auf eine CD-R gebrannt werden, was ein Upgrade zum vorherigen Gerät war, welches Dateien nur auf eine Floppy Disk schreiben konnte. Mit dem Kauf eines damals neuen Laptops, welcher keine Disketten mehr einlesen konnte, wurde das dann ersetzt.
Die Clips wurden mit dem nagelneuen Camcorder aufgenommen, von dem ich keinerlei Informationen bieten kann, ausser dass er, wie man sieht, eine bescheidene Ausstattung hat.
Die Videobearbeitung erfolgte auf dem klassischen Windows Movie Maker, der damals auf dem Windows XP-Rechner Vorinstalliert war. Die Aufmachung des gesamten Videos dürfte diese Tatsache ziemlich offensichtlich wirken lassen, wenn man denn diese Programme noch kennt.
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